Tschüss Plastik! Ich kauf jetzt Unverpackt…

Stell dir vor, du kannst deinen Verpackungsmüll easy und echt krass reduzieren. Bio kaufen und gleichzeitig deinen Geldbeutel schonen. Und den lästigen Wocheneinkauf in ein pures Vergnügen verwandeln. Das alles ist möglich – im Unverpackt Laden

Mach dich zum Anti-Plastik-Helden!

Unverpackt Läden findest du ziemlich cool? Aber du hast dich bis jetzt noch nicht reingetraut ins große Unbekannte? Dann helfe ich dir über die Schwelle… Gleich erfährst du:

Zero Waste Supermärkte gibt es mittlerweile deutschlandweit. Jasmin Simmel betreibt einen Unverpackt Laden in Regensburg und erklärt dir, warum verpackungsfreies Einkaufen gar nicht mal so teuer ist…

Warum es sich wirklich lohnt, unverpackt einzukaufen?

Unglaublich aber wahr: Einkaufen im Unverpackt Laden macht glücklich! Ich kaufe jetzt schon ziemlich lange im Regensburger Füllgut ein, und ich fühle mich einfach gut damit. Hier Einkaufen bedeutet für mich Entschleunigung. Ich nehme mir mehr Zeit für den Einkauf und habe Lebensmittel wieder schätzen gelernt. Ich lebe wieder ein Stück weniger auf Kosten der Umwelt. Und auf nette, gleichgesinnte Leute treffe ich hier auch immer. Feels good!

Abgesehen davon quillt mein Mülleimer nicht mehr ständig über. Ich schleppe mir den ganzen Verpackungsmüll gar nicht erst ins Haus. Da ich im Unverpackt Laden exakt nach MEINEM Bedarf einkaufe und nicht immer gleich die Großverpackung heimschleppen muss, kann ich das Fahrrad zum Transport nutzen. Und ich muss kein Essen mehr wegwerfen. Mein Geld geht beim Einkauf im Unverpackt Laden nicht an einen Supermarktriesen, sondern an hiesige Ladenbesitzer. Und ich finde meine eigenen Behältnisse auch hübscher anzusehen als die supermarktüblichen Verpackungen aus Plaste.

Die Ware wird in Unverpackt Läden in verschiedenen Behältnissen oder lose aufbewahrt. Auf diesem Bild sieht man z.B. Waren, die in Glasbehälter abgefüllt sind.

Einkaufen im Unverpackt Laden – so funktioniert’s!

Aber nochmal von vorne. Was ist überhaupt ein Unverpackt Laden und wie funktioniert’s?

Ganz einfach. Überleg’ dir Zuhause erst mal, was du alles brauchst und schreib’ dir am besten eine Einkaufsliste. Dann packst du entsprechende Behälter ein, in die du die unverpackte Ware später abfüllen willst. Hier eignen sich z.B. Gläser, Flaschen, Vorratsdosen, Wachstücher und Baumwollsäcken.

In Unverpackt Läden füllst du die Ware in selbst mitgebrachte Behältnisse ab. Geeignet sind z.B. Gläser, Flaschen, Vorratsdosen, Wachstücher und Baumwollsäckchen

Nächster Schritt: Hinradeln und reingehen. Dann lässt du deine Behältnisse abwiegen (damit du das Gewicht des Behälters nicht mitzahlen musst) und schaufelst/-schüttest/-gießt die gewünschte Ware rein. Ab zur Kasse und bezahlen! Alles easy. Abgerechnet wird übrigens nach Gewicht der gekauften Ware.

In Unverpackt Läden wird nach Gewicht der Ware abgerechnet. Das Foto zeigt eine Waage

Was du alles im Unverpackt Laden bekommst?

Mehr als du denkst! Du findest hier fast alles, was du im Alltag brauchst. Zum Sortiment gehören z.B. Obst, Gemüse, Milch, Essig, Öl, Gewürze, Nudeln, Müsli, Trockenfrüchte, Aufstriche, Süßigkeiten, Tees etc.. Die Lebensmittel erhältst du alle in Bioqualität. Und viele kommen aus der Region. Aber auch Reinigungsmittel, Waschpulver, Toilettenpapier, Seifen für Haut & Haar, Cremes, Zahnbürsten & Zahnpasta kannst du in einem Unverpackt Laden kaufen. Meine Bildergalerie gibt dir einen Überblick über das Angebot im Regensburger Unverpackt Laden:

Einkaufen im Unverpackt Laden ist zu teuer?

Alles schön und gut, aber das kannst du dir eh nicht leisten? Von wegen, erklärt Jasmin Simmel vom Regensburger Unverpackt Laden. Die Preise sind zwar nicht so günstig wie im Supermarkt. Da du die Einkaufsmenge aber genau auf deinen Bedarf abstimmen kannst und nicht immer gleich die Großpackung kaufen musst, ist der verpackungsfreie Einkauf oft billiger.

Im Füllgut gibt es obendrein eine solidarische Kasse. Wenn dein Budget also mal knapp ist, kannst du dir unterstützend für deinen Einkauf ein paar Euro daraus entnehmen.

Ein halber Gorilla weniger…

Die Sachlage sieht so aus: Jede/r Deutsche produziert im Schnitt 220 Kilogramm Verpackungsmüll jährlich. Das entspricht einem ausgewachsenen Gorillamännchen. Oder 12,2 vollen Bierkästen.

Ich hab mal grob überschlagen: seit ich den wöchentlichen Einkauf im Unverpackt Laden erledige, sammelt sich bei mir nur noch halb so viel Abfall an. Also ein halber Gorilla weniger. Bzw. 6 volle Bierkästen eingespart!

Das ist natürlich kein riesen Ding, aber immerhin ein Anfang…

Wir brauchen nicht eine Handvoll Leute, die Zero Waste perfekt umsetzen. Wir brauchen Millionen von Menschen, die es unperfekt machen!

Anne Marie Bonneau
Plakat bei einer Fridays for Future Demo mit der Aufschrift "There is no Planet B"

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