So findest du dein Glück im Reiskorn

Eine Kurzgeschichte über das Glücklichsein

 

Vor ein paar Jahren habe ich auf meiner Reise durch Java mein Glück gefunden. Genauer gesagt auf einer Reisplantage im Hinterland von Bogor, der regenreichsten Stadt Javas. Wo genau Bogor liegt, siehst du hier.

Wie oft hast du “Es kommt auf die kleinen Dinge im Leben an.” bereits gehört? Und jetzt sollen ausgerechnet Reiskörner zu mehr Glück verhelfen?! Lese weiter und lass dich überraschen.

Die Geschichte vom Reisbauern, der das Glück findet

“Es war einmal ein Reisbauer Waluyo, der äußerst unzufrieden war mit seiner Situation. Allen anderen ging es besser, sie hatten die hübschere Frau, das größere Haus und die besseren
Reis – Erträge. Eines Tages saß er mit seinem Freund zusammen und beklagte sein Leid. Dieser antwortete Ihm, dass er doch mindestens genauso glücklich sein sollte. Schließlich hatte er seine Familie, die immer zu ihm hielt und ihm den Rücken stärkte, ein Haus über dem Kopf und fließend Wasser.

Waluyo begann zu lachen und erwiderte, dass man das doch nicht vergleichen könne, schließlich sei das doch ganz normal und das habe schließlich jeder im Dorf. Daraufhin gab ihm sein Freund 10 Reiskörner und sagte ihm, er solle diese in seine linke Hosentasche stecken. Er solle die Augen offen halten und jedesmal wenn er im Laufe des Tages einen – auch noch so kurzen – Glücksmoment verspürt ein Reiskorn nehmen und ihn in die rechte Hosentasche stecken. Etwas verwirrt nahm Waluyo die Körner und tat wie ihm befolen. Am ersten Abend ging der Reisbauer mit 8 Reiskörnern in seiner linken Hosentasche zu Bett.

Doch am nächsten Tag hatte er schon 4 Körner, am darauffolgenden 5. Aber von Tag zu Tag wanderten immer mehr Körner in die rechte Hosentasche. Jeden Abend als Waluyo zu Bett ging nahm er die Körner aus der rechten und erinnerte sich mit einem Lächeln an jeden einzelnen Glücksmoment den er an diesem Tag erlebt hatte. Sei es das Lächeln der Nachbarin, die nette Unterhaltung mit seiner Frau, oder die Zeit mit seinen Kindern – immer füllte sich die rechte Hosentasche.

Als er ein paar Wochen später erneut seinen Freund traf, erzählt er ihm, dass er nicht annähernd so viele Reiskörner in seinen Hosentaschen hätte, wie er Glücksmomente erlebt hatte. Zufrieden antwortete sein Freund ‘Siehst du, es sind die kleinen Dinge im Leben die dich glücklich machen’ ”

Und was hab ich damit zu tun?

Oft vergessen wir in unserem durchgetakteten Alltag, die wirklich wichtigen Dinge im Leben. In Zeiten von Social-Media stehen wir im ständigen Vergleich mit unseren Mitmenschen. Wir fokussieren uns auf die großen Glücksmomente wie das neue Smartphone, das neue Auto oder den nächsten Urlaub. Macht das glücklich? Vielleicht ganz kurz, auf Dauer eher nicht – sagt die Wissenschaft!

 

Versucht es dem Reisbauern gleich zu tun. Lass ein gutes Essen, Zeit mit deiner Familie, eine nette Unterhaltung, einen guten Film, ein Lächeln oder ganz einfach die Tatsache, dass du nicht hungern musst, zu deinem Glücksmoment werden. Es gibt noch viele!

Auf die Reiskörner, fertig los! 🙂

#Glück ist auch bei 1-2 SCIENCE ein wichtiges Thema. Probier mal den Hashtag #Glück, es gibt noch viel zu lesen und zu erleben. Oder probier unseren interaktiven Film aus – oder besuch uns auf Facebook und mach uns mit einem Like glücklich 🙂

 

 

 

 

 

 

Neueste Beiträge

Neueste Kommentare

    Archive

    Kategorien

    Meta

    Antoine Hauger Verfasst von: