KÖPFE: Paul, 1-2-SCIENCE

Kurzrasierter Schädel, Tattoos und ein Bizeps, den ich nicht mit zwei Händen umfassen kann: Mit dem krassen Typen möchte man sich lieber nicht anlegen. Dachte ich zuerst – über meinen Kollegen Paul aus dem 1-2-SCIENCE Team. Und musste wieder mal lernen, wie auch ich Opfer meiner eigenen Vorurteile bin.

Wann schläft der Mann eigentlich?

Paul liest anspruchsvolle Bücher und studiert Master. Kümmert sich liebevoll um seine Familie, liebt Tiere und diskutiert mit mir über philosophische Fragen. Also nicht das, was ich erwartet hätte – Stichwort Bizeps. Er macht aber auch mindestens dreimal die Woche intensiv Kampfsport und hat es zum Bayerischen Meister im Brazilian Jiu Jitsu gebracht. Arbeitet im Nachtleben als Türsteher. Je mehr ich über Paul erfahre, desto mehr stelle ich mir übrigens die Frage: Wann schläft der eigentlich? Und wie viele Überraschungen hat er noch auf Lager?

Paul wäre eigentlich mal ganz gerne Tierarzt geworden und kann sich vorstellen, auch das noch irgendwann zu machen. Hat alle Karl-May-Bände gelesen, hält Schlangen und alle möglichen Spinnen, deren lateinische Namen er aus dem FF beherrscht. Dabei ist Paul kein crazy Nerd sondern ein total netter und hilfsbereiter Kollege. Einfach gut drauf.

Als wir einen neuen Kandidaten für unsere Serie “1-2-SCIENCE Köpfe” suchten, haben wir uns gewundert, dass wir nicht schon früher auf unseren eigenen Teamkollegen Paul gekommen sind. Denn eine interessante Persönlichkeit der OTH Regensburg ist Paul ganz sicher.

1-2-SCIENCE Urgestein

Paul macht aktuell den Master in Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marketing. Schon seit über zwei Jahren ist er auch im 1-2-SCIENCE Projekt aktiv und zählt damit gewissermaßen zum Urgestein. Er hat schon Social Media gemacht und Content Marketing, hat Events mit organisiert und, wie er sagt, unheimlich viel gelernt über Teamarbeit und Projektmanagement. Spannend findet Paul die breite Fächerung des Projekts: Einerseits die tiefen Einblicke in verschiedenste Fachthemen wie Externe Effekte, Job oder Mobility, andererseits die praktische Anwendung von Public Relations, Eventmanagement oder Social Media. Pauls Lieblingsprojekt war das von ihm mit organisierte Job-Coaching Event im Sommersemester 2018. Jetzt kann er sich dank seiner Erfahrung als Projektmanager austoben.

Nix für Weicheier

Austoben – das ist genau Pauls Ding. Der für mich ziemlich exotische Kampfsport Brazilian Jiu Jitsu ist seine Leidenschaft, und hier gibt Paul Vollgas. Fast täglich trainiert er auf sein nächstes Ziel: die Deutsche Meisterschaft. Das Training ist hart und intensiv, als ich zuschaue frage ich mich, wie es die Kämpferinnen und Kämpfer eigentlich schaffen, sich nicht weh zu tun, denn geschont wird hier niemand. Hart trainieren, kämpfen und siegen. Kann Paul auch verlieren? Kein Problem, meint er, denn „man ist wahrscheinlich nie der Beste, aber zumindest immer besser als man vorher war.“ Das sagt sich natürlich gut als amtierender Bayerischer Meister. 😉

Schlangen zu Hause und vor der Tür

Ja, Paul kann auch einfach mal zu Hause sitzen, nix machen und was angucken. Und zwar seine Würgeschlange und die 15 (!!!) Vogelspinnen, mit denen er in seiner Regensburger Dachwohnung zusammenlebt. Keine Streicheltiere, die haben nicht einmal Namen. Was einen daran reizt, sagt Paul, ist das Beobachten, das Eintauchen in eine völlig fremde Lebenswelt. Und nein, die sind nicht lebensgefährlich – aber trotzdem nix für schwache Nerven!

Die darf er sich auch bei seinem Nebenjob nicht leisten, auch bei dem geht es ja um Schlangen, wenn auch eher um Menschenschlangen vor Clubtüren. Hier steht Paul abends als Türsteher und sorgt dafür, dass alles seinen geregelten Gang geht. Das wird manchmal auch stressig, und da hilft der Kampfsport. Nein, nicht, weil man da kämpfen muss, sondern mehr, weil man beim Kampfsport lernt, konzentriert und ruhig zu bleiben, wenn es brenzlig wird.

Und jetzt wohin?

Paul ist jetzt 23 und hat schon so viel gemacht und erlebt, wie manche vielleicht in ihrem ganzen Leben nicht. Wo will er nun hin, wie sieht er sich in 10 Jahren, Paul, hast du ein Vorbild? „Mein Vorbild ist die Person, die ich in zehn Jahren sein möchte.“ Neue Sachen ausprobieren, Erfahrungen sammeln, den Horizont erweitern, das treibt Paul an. Werde das, was du wirklich bist.

Mittlerweile arbeite ich schon einige Wochen mit Paul zusammen und kann nur schmunzeln, wenn ich an meinen ersten Eindruck von ihm zurückdenke. Hätte ich ihn auf der Straße gesehen, hätte ich vielleicht einen Bogen um ihn gemacht und ihn nie kennen gelernt. Schon irre: Wie oft haben mich wohl Vorurteile schon an interessanten Menschen vorbeigehen lassen?

Übrigens habe ich ihn dann doch noch gefragt, wie lange er eigentlich immer schläft. 10 Stunden pro Nacht, sagt Paul. Anscheinend hat sein Tag 48 Stunden.

 

Hast du auch Lust, bei 1-2-SCIENCE mitzumachen?
Du kannst – im Rahmen des BWL-Studiums an der OTH Regensburg.
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