Entrepreneurship studieren – ist das was für dich?

Bist du ein Entrepreneur? Willst du selbst mal gründen, mit deinen Ideen etwas bewegen? Dann ist vielleicht ein Studium in Digital Entrepreneurship was für dich. So funktionierts…

Du erfährst hier:

Workshop statt Frontalunterricht

Stephanie Wimmer beeindruckt mich. Sie gehört zu den Menschen, die so viel Energie und Positivität versprühen, dass es bald für zwei reicht. Als eine der Ersten, die Digital Entrepreneurship an der OTH studieren, habe ich sie während einer typischen Vorlesung besucht. Meine Mission: Herauszufinden, wie ein Entrepreneurship Studium aussieht und wer eigentlich dafür geeignet ist. Und ich darf euch verraten, nach dem Interview habe ich mein eigenes BWL-Studium in Frage gestellt. Im Vergleich zum Entrepreneurship-Studium kann ich bei meinem gerade mal Angebots- und Nachfragekurven bewegen. OK, das ist übertrieben, aber ihr wisst, was ich meine…

Stephanie Wimmer ist begeisterte Entrepreneurship Studentin (Bild: 1-2-SCIENCE)

Was es bei den Entrepreneurship-Kollegen schonmal nicht gibt: Frontalunterricht mit 500 Anderen im Hörsaal. Dafür kleine Workshops, wo sie Gründungskompetenzen lernen und dabei ihren eigenen Unternehmergeist entwickeln. Und ja, es gibt auch Theorie – z.B. zu Gründung, Innovation und Digitalisierungsinhalten. Liegt es nun daran, dass es interaktiv gestaltet ist oder einfach super spannend – ich sehe niemanden, der nebenher Fußball schaut oder Online-shoppt. Für mich als BWL-Studentin ein ungewohntes Bild.

Die Zeit ist jetzt!

Auch wenn es in Deutschland etwas lahmt: Wir stecken mitten drin, im digitalen Wandel. Die Digitalisierung ändert die Art, wie wir konsumieren, uns informieren und miteinander kommunizieren: Sie ändert unser gesamtes Leben, findet Stephanie. Und das ist auch der Grund, warum sie sich für den Studiengang Digital Entrepreneurship entschieden hat.

„Wir leben in einer digitalisierten Welt und ich finde, jeder muss sich mit dem Thema auseinandersetzen. Meiner Meinung nach sollte es sogar schon an Grundschulen unterrichtet werden.“

Stephanie Wimmer, Studentin Digital Entrepreneurship (M.A.)

Denn gefragt sind Vordenker, die das Bestehende in Frage stellen und etwas Neues erschaffen. Und genau da setzt das Studium an. Es gibt Studierenden wie Stephanie den nötigen Werkzeugkoffer an die Hand, um mit innovativen Ideen und neuen Geschäftsmodellen den Wandel aktiv mitzugestalten, statt zuzusehen, wie er uns überrollt.

Bist du kreativ genug?

Kreativ sein kann jeder, davon ist Stephanie überzeugt. Und kreativ sein, das braucht es für einen Entrepreneur. Aber wer ist schon kreativ, wer ist ein Künstler? Im Prinzip jeder, fand zum Beispiel Pablo Picasso – und der kannte sich nun wirklich aus mit der Materie. Picasso sagte: „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben.“ Auch ich erinnere mich daran: Mein innerer Künstler und ich wir waren damals Best Buddies. Nicht ohne Grund, war ich Erfinderin der zukunftsweisenden Barbie-Währung “Popel” (klein zusammengeknülltes Toilettenpapier).

Das Problem ist, dass wir mit der Zeit unsere Kreativität verlernen. Beim Anwenden von Formeln, der Analyse von Fachtexten und selbst verfassten Geschichten – wir wurden darauf konditioniert das abzuliefern, was andere hören wollen. Out-of-the-box Thinking bringt selten gute Noten.

Aber wir können den inneren Künstler aufwecken, irgendwo in uns hält er nur ein Schläfchen. Das hat auch Stephanie gemerkt. War für sie kreativ sein im ersten Semester noch völlig ungewohnt, ist sie heute für ihre wilden Ideen bekannt. Und die kann sie ausleben, zum Beispiel in Design Thinking Workshops, wenn es heißt, den Selbstkritiker auf mute zu schalten und ihrer Fantasie – wie damals als Kind – freien Lauf zu lassen.

Als Gründer steckst Du deine Nase gerne überall rein

Im Entrepreneurship Studium sind vor allem breit aufgestellte Allrounder gefragt. Softwareentwicklung, Buchführung, Rechtsfragen – von solchen Dingen muss ein Gründer Ahnung haben. Stopp. Das heißt nicht, dass du alles in Perfektion können musst. Auch Stephanie als klassische BWLerin hatte absolut keinen Plan vom Programmieren. Jetzt kann sie mitreden.

Denn statt ein Experte in allem zu werden, geht es um deine Bereitschaft, Neues zu lernen und dich in verschiedenste Themen hineinzufuchsen. Im Studium kannst du zwischen den Schwerpunkten Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) und Business individuell wählen, so dass deine persönlichen Lücken auf dem Weg zur Gründung kleiner werden.

Nerd oder Teamplayer?

Du bist nicht allein. Spätestens im Gründungs-/Innovationsprojekt, wird dir die Bedeutung eines Teams bewusst. Dann geht es darum Gelerntes anzuwenden und selbst eine konkrete Idee zu entwickeln und umzusetzen. Und zwar zusammen mit anderen.

„Klar, kann man auch alleine etwas auf die Beine stellen. Aber im Team unterstützt man sich nicht nur gegenseitig, sondern kann sich eben auch auf das konzentrieren, was man am besten kann.“ 

Stephanie Wimmer, Studentin Digital Entrepreneurship (M.A.)

Klar, haben es extrovertierte Gewinnertypen einfacher, sich im Team durchzusetzen. Aber – erzählt mir Stephanie: Wenn es nur solche Leute gibt, kann das zum Problem werden, wie sie gelernt hat: Dann kann schnell Chaos ausbrechen. Es braucht ein Gegengewicht, und das sind die ruhigeren, introvertierten Menschen. Die können öft besser zuhören und sich besser in andere Teammitglieder hineinversetzen. Es kann also von großem Nutzen sein, wenn man jemanden im Team hat, der alles in Ruhe beobachtet, analysiert und nicht sofort raussprudelt. Aus dem Hintergrund mit etwas Abstand können solche Kollegen atmosphärische Schwankungen im Team oft besser sehen und vielleicht den einen oder anderen Konflikt rechtzeitig erkennen (und entschärfen). Besonders während hitziger Diskussionen kann das für mehr Ruhe sorgen und das Team wieder auf die richtige Fährte lenken.

Bist du ein Selbststarter?

Hast du den inneren Funken, der ein loderndes Feuer entfacht? Hast du schon lange eine Idee, die nur auf ihre Umsetzung wartet? Willst du wirklich etwas bewegen? Bist du also ein “Selbststarter”? Das ist der Knackpunkt, findet Stephanie – dann ist das Entrepreneurship Studium deins! Wer sich dagegen lieber in feste Strukturen einfügt und sich mit klaren Vorgaben wohl fühlt, für den sei das Studium nichts. Also, was treibt dich an?

Für Stephanie war von Anfang an klar: Sie will die regionale Landwirtschaft voranbringen, die kennt sie aus ihrer Kindheit auf einem kleinen Bergbauernhof in Oberbayern. Jetzt möchte sie eine Idee für Landwirte und Unternehmen entwickeln. Mit ihrem Herzensprojekt StadtLandGut hat sie Freunde gefunden, die ihre Idee mit ihr gemeinsam voranbringen.

Entrepreneurship
Stephanies Herzprojekt: StadtLandGut (Bild: 1-2-SCIENCE)

Bist du neugierig geworden auf ein Digital Entrepreneurship Studium?
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Viel Glück für dich, deinen Ideen und deinen inneren Künstler 🙂

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    Aileen Volmer Verfasst von: