Digital Nomad – SEI WO DU WILLST

Dein Büro ist der Strand. Du arbeitest nur, was du willst. Deine Kolleg*innen: Freundinnen und Freunde aus aller Welt. Blöde Chefs und schlechtes Wetter gibt’s nicht, dafür Inspiration, Freiheit und coole Strandpartys. Dein Leben als Digital Nomad?

In diesem Artikel erfährst Du unter anderem:

Wer ist überhaupt ein “Digital Nomad”?
Wo leben “Digital Nomads”?
Wie und was arbeiten “Digital Nomads”?

Wer ist überhaupt ein “Digital Nomad”?

“Digital Nomads” arbeiten online – überall auf der Welt. Manche reisen jahrelang einfach nur mit Handgepäck, Smartphone und Tablet um die Welt: Mobile Minimalist*innen. Sie sind Unternehmer, Freelancer oder auch Angestellte. Hauptsache unabhängig und glücklich. Und es sind viele – wohl einige Millionen weltweit, je nachdem, wie man’s definiert.

Die Welt sehen und sich den Lebenstraum vom zeit- und ortsunabhängigen Arbeiten erfüllen, dafür kündigen Menschen ihre sicheren und erfolgreichen Jobs in großen Unternehmen. Zum Beispiel Anna. Obwohl sie kurz vor einer Beförderung stand, hat sie sich dafür entschieden, eine Recruiting-Agentur zu gründen und nach Chiang Mai in Thailand zu gehen.

Oder Franzi Friedl aus Augsburg, deren zweite Heimat mittlerweile Ibiza heisst – von dort leitet sie ihre eigene Marketing-Agentur.

“Digital Nomads” arbeiten am Strand auf Ibiza, im Warung auf Bali, im Hotelzimmer in Lissabon, am Küchentisch in einer Berliner WG, oder in einem Coworking Space in Tulum. Oder im eigenen Van, das hat Maike vom 1-2-SCIENCE Team ausprobiert. Sie hat vom Chiemsee aus ein paar Tage an der OTH Regensburg studiert. Und es hat erstaunlich gut geklappt!

Wo leben “Digital Nomads”?

Viele Digital Nomads sind auf Bali, kein Wunder: Traumstrände, Surfspots, Kultur, Natur, Party, Sonne, Coworking und Coliving – und gutes Internet. Ohne das wird’s schwierig, die ganze Arbeit läuft ja online. Praktisch ist auch, dass an so einem Hotspot natürlich noch viele andere Nomad*innen leben, mit denen man wiederum arbeiten, die Wohnung teilen und Spaß haben kann. Ähnlich beliebt bei den Nomads sind aber auch Chiang Mai oder Bangkok, Mexiko City, Lissabon – und sogar Berlin ist ein wichtiger Treffpunkt für Digitale Nomadinnen und Nomaden.

Im Grunde kann es überall super sein, wo das Internet passt und man gute Leute findet. Für Kristina und Friedrich ist die Karibik ihr Lieblingsort.

Wie und was arbeiten “Digital Nomads”?

Tagsüber am Laptop und abends am Meer? Oder lieber so: Am Strand im Wohnmobil arbeiten und in den Pausen im Meer schwimmen? Bei “Digital Nomads” gibt es kein richtig oder falsch. Jasmin und Jonas, erkunden die Atlantikküste Frankreichs mit Ihrem Wohnmobil, geben Tipps zum Reisen und Leben und teilen ihre veganen Rezepte auf ihrem Instagram Profil.

Andere “Digital Nomads” arbeiten lieber in Wohnungen, die sie gemeinsam mit anderen Nomad*innen für ein paar Monate mieten oder in Coworking-Spaces. Dass es nicht einfach ist, in die richtige Balance zu kommen zwischen Arbeiten und “Dauerurlaub”, haben uns viele gesagt. Und das merken – gerade in Coronazeiten – auch schon wir Studierende “Nichtnomaden”, wie tricky es oft ist, zwischen online Vorlesungen, dem Sofa, den Freunden und dem Homeoffice zu jonglieren. Aufschieberitis, nie war sie schlimmer! Wie gut, dass wir die Tipps haben von 1-2-SCIENCE Expertin Stephanie Sedlmayer-Wessling. 🙂

Und wie verdient man dann sein Geld als “Digital Nomad”, mit dem Laptop auf Bali? Viele arbeiten im Marketing, Projektmanagement, als Lehrer, Übersetzer, in der Mediengestaltung oder in der Buchhaltung. Als Virtual Assistant machen sie alles mögliche für Firmen, Selbständige oder auch andere Digitale Nomad*innen. Auch in den Bereichen Software, Steuern oder Grafik-Design arbeiten viele Menschen ortsunabhängig. Oder als Trainer und Coaches für Yoga und andere Sportarten, Meditation und Lebenshilfe.

Darf ich einfach von woanders aus arbeiten?

Verdienen wie in Deutschland, Geld ausgeben wie in Thailand: Das kann ein verdammt guter Deal sein – in Chiang Mai ist das Leben ja nur halb so teuer. Aber darf man das so einfach? Kann sein, dass du ein Arbeitsvisum brauchst – sonst bekommst du Schwierigkeiten mit dem Finanzamt. Kann auch sein, dass es kein Problem ist, es kommt aufs Land an, auf den Job, die Aufenthaltsdauer. Manche Nomad*innen hangeln sich mit Touristenvisa durch, andere sind da vorsichtiger.

Auch die Berufsgenossenschaften können Probleme machen, die Sozialversicherung ist ein Thema, deine Unternehmensform oder dein Status als Angestelle*r… Was echt hilft: Geh in eine Digitale-Nomaden-Gruppe, z.B. hier… und lies ein bisschen. Es gibt für alles eine Lösung, aber oft ist die eben sehr individuell.

Wer als Angestellte*r ortsunabhängig arbeiten will – und das nicht nur im Homeoffice – muss sich unbedingt mit dem Arbeitgeber abstimmen – sonst drohen Probleme! Während manche Chefs dafür erstaunlich offen sind – und sogar Werkstudentenjobs im Ausland ermöglichen, wollen aber viele Arbeitgeber das eben nicht, die wollen erstmal überzeugt werden. Und auch dafür gibt’s eine Facebook-Gruppe. Hier haben wir übrigens auch Theresa Hertwig kennengelernt, ebenfalls Digitale Nomadin. Ihr Business: Firmen beraten, wie sie auf “remote” umstellen und Angestellte, wie sie sich selber ortsunabhängig machen können. Theresa hat uns ein paar gute Tipps gegeben für Home- und World Office.

Spar dir diese Anfängerfehler…

Wer überall ist, ist nirgends: Das haben uns einige “Digital Nomads” gesagt, und gleich den Tipp gegeben, erstmal an einem Ort anzufangen. Erstmal sich daran gewöhnen, überhaupt “woanders” zu leben und zu arbeiten. Ein paar Wochen oder Monate irgendwo bleiben, den örtlichen Coworking Space besuchen, sich umhören.

Fehler Zwei: Sich nicht vernetzen, Alleingänge probieren. Das kostet Energie, die schlecht investiert ist. Deswegen: lieber sich austauschen, Tipps einsammeln – und vielleicht auch anderen helfen, wenn du was anzubieten hast. Eine Hand wäscht die andere.

Auch ein beliebter Anfängerfehler: Einfach losrennen, ohne Geld, Plan und Idee. Besser: Mit Startkapital losgehen und am besten auch schon mit ein paar Jobs und Aufträgen im Rucksack. Bei Null anfangen auf Bali, das geht nur mit Glück gut.

Fehler Vier: Vorbereitungen unterschätzen! Vielleicht brauchst du eine digitale, notariell beglaubigte Unterschrift und deine gescannten Unterlagen in der Cloud. Deine Post möchtest du bestimmt auch weiter erhalten können. Es kann sein, dass die Vorbereitungen einige Monate dauern. Schritt für Schritt die Sache angehen. Es lohnt sich!

Nur vier Stunden am Tag arbeiten? Das kann für manche erfahrene “Digital Nomads” Realität sein. Ihre digitale Produkte werden im Schlaf verkauft, ihr Kundenstamm ist groß und die (Betriebs-)Prozesse laufen genau richtig. Am Anfang brauchst du aber Zeit, um deine Einkommensquellen aufzubauen. Deswegen einfach dran bleiben und an sich glauben – dann klappt es auch!

Also: “Digital Nomad” wird man nicht von heute auf morgen.

Wir hoffen aber, dass du die Insights in diesem Beitrag nützlich findest. Die Freiheit und die Inspiration, die du als “Digital Nomad” täglich erleben kannst, werden dein Leben erfüllen. Wenn du schon mal als “Digital Nomad” studiert/gearbeitet hast, teile doch bitte deine Erfahrung mit uns in den Kommentaren auf unseren Kanälen. :=)

Vielen Dank für’s Lesen und viel Erfolg auf deinem Weg zum Digitalen Nomadentum! 🙂

Ortsunabhängig Studieren
geht auch an der OTH Regensburg.
>>> Hier geht’s zum Digitalen Schnupperstudium <<<

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