Feinstaub & Co: Das musst du wissen

Feinstaub, Stickoxid, Fahrverbot! Sieht so aus, als wäre es bald soweit, und das in Dutzenden Städten. Was, wenn du in so einer Stadt wohnst? Wie gefährlich sind die Abgase für dich – und was kannst du tun oder solltest du lieber lassen bei Dieselfahrverbot und Feinstaubalarm?

Feinstaub vs Stickoxide

Feinstaub sind ultrafeine Staubpartikel aus Verbrennungsprozessen. Sie entstehen aber auch durch Abrieb von Kupplungen, Reifen, Straßenbelägen sowie als Abgase aus der Industrie. Je nach Größe der Staubpartikel, können diese bis in das Lungengewebe und bis in den Blutkreislauf eindringen.

Stickoxide, die genaue Bezeichnung lautet Stickstoffoxide, sind Teil der Feinstaubbelastung. Es handelt sich dabei um zwei gasförmige Substanzen, die beide zusammen als NOx abgekürzt werden. Deshalb wird auch häufig von NOx-Werten gesprochen.

In der Natur kommen Stickoxide selbst nur in geringen Mengen vor – außer sie werden vom Menschen erzeugt. Dies passiert dann, wenn fossile Brennstoffe – wie Öl, Gas und Kohle – verbrannt werden, etwa in Automotoren. In Städten sind Dieselfahrzeuge die Hauptverursacher von Stickoxiden. Schließlich erzeugen Dieselmotoren mehr NOx als Benziner.

Wie gefährlich sind Feinstaub und Stickoxide für deine Gesundheit?

Als besonders gesundheitsschädlich gelten kleinste Partikel, ganz gleich, ob es sich um Feinstaub oder Stickoxide handelt. Überall dort, wo sich besonders viele Staubteilchen in der Luft konzentrieren besteht Gefahr für die Gesundheit. Die Zahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, tödlich verlaufender Schlaganfälle,  Atemwegs- und Lungenerkrankungen sind in solchen Gebieten deutlich erhöht. Verschiedene Studies aus aller Welt zeigen dies.

Wer ist besonders gefährdet?

Vor allem Babys, Kleinkinder, Schwangere und Menschen, deren Atemwege vorerkrankt sind. Asthmatiker zum Beispiel gelten bei erhöhter Luftverschmutzung als besonders gefährdet.

Darf ich bei Feinstaubalarm rausgehen?

Wenn du besonders gefährdet bist, solltest du z.B. bei Feinstaubalarm „Brennpunkte“ in Städten vermeiden. Zum Glück sind Nebenstraßen von Hotspots deutlich weniger mit Feinstaub und Stickoxiden belastet. Also: weg von den Hauptstraßen, lieber in die ruhigeren Seitengassen ausweichen.

Darf ich in Städten unbedacht joggen?

Ja, Joggen ist gesund – am besten abseits der Hotspots. Experten sind sich einig, dass die gesundheitlichen Vorteile des Joggens die Risiken z.B. durch Abgase überwiegen.

Schützen Atemschutzmasken vor Stickstoffoxiden?

Leider nein. Handelsübliche Atemschutzmasken bieten keinen Schutz gegen die feinen Feinstaub- und Stickoxidpartikel.

Was kann ich selbst gegen Feinstaub und Stickoxide tun?

Du kannst ein bisschen was tun, und du wirst auf jeden Fall Karmapunkte sammeln 🙂
Am besten natürlich: Öffentliche Verkehrsmittel nutzen, zu Fuß gehen, Fahrrad fahren.

Du kannst nicht aufs Auto verzichten? Vielleicht wäre ja Carsharing eine Alternative, am besten noch mit Elektroauto. Und die gute alte Fahrgemeinschaft tut nicht nur deinem Geldbeutel gut sondern auch der Luft.

Oder du ziehst einfach aufs Land. Da kannst du Diesel fahren auf Teufel komm raus und joggen, wo du willst, und du brauchst auch keine verpesteten Hotspots vermeiden. Du musst dann halt nur auf die Ozonbelastung aufpassen, die ist auf dem Land nämlich das Problem. Wie man’s macht, macht man’s eben falsch.

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    Johannes Geyer Verfasst von: