Von Prüfungsstress und Freudentränen…

Na, konntest du auch nach deiner letzten Prüfung die Freudentränen nicht zurück halten? Nach dem Stress in den letzten Wochen ist das auch kein Wunder. Wieso? Weshalb? Warum? erklären wir dir jetzt:

Das Semester startet, alle sind super motiviert, wir nehmen uns vor, von Anfang an fleißig mit zu lernen, den Stoff direkt nach den Vorlesungen zusammenzufassen und am Wochenende unsere Notizen nochmal durch zu arbeiten! Wooow… Musterstudenten! Denkste!

In Wirklichkeit läuft das Ganze ein bisschen anders ab

Das Semester startet, es ist Frühjahr, die Tage werden länger, die Temperaturen steigen… naja und dann nimmt es seinen Lauf! Es wird Mai, Juni – und schwups stehen die Prüfungen vor der Türe.

Für all´ die guten Vorsätze ist es jetzt wohl schon zu spät. Also bleibt uns wieder mal nichts anderes übrig als auf den letzten Drücker zu lernen und alles in unser Kurzzeitgedächtnis zu prügeln. Wir sind im totalen Stress – und das meist mehrere Wochen lang.

Prüfungszeit ist Dauerstress

Auf die Dauer kann so eine stressige Zeit sogar schlecht für unsere Gesundheit sein: Der Hypothalamus in unserem Gehirn setzt dann das Hormon ACTH frei. Das wirkt auf die Nebennieren ein, wo dann Cortisol abgegeben wird. Das Cortisol sorgt dafür, dass das Adrenalin viel stärkere Auswirkungen auf unseren Körper hat, als wenn wir nur einmal kurz aufgeregt sind. Unser Immunsystem wird schwächer, der Magen übersäuert und der Blutdruck steigt an. Kurzum: Es geht uns einfach nicht mehr gut. Das kennen wir alle oder?

Und wenn es vorbei ist?

Wenn wir die Prüfungen dann endlich geschafft haben, ist die Erleichterung groß. Der Hypothalamus, der uns zuvor in so große Aufregung versetzt hat, spürt das auch: Er fährt die Herzfrequenz runter und sorgt dafür, dass die Durchblutung wieder langsamer läuft.

Was der Hypothalamus mit uns macht wissen wir jetzt, aber was passiert dabei im Kopf? Tatsächlich gibt es Parallelen mit anderen Situationen, in denen wir ebenfalls sehr glücklich sind- bei einem Lottogewinn zum Beispiel. Natürlich kann man das Glücksgefühl nach den Prüfungen wohl nicht ganz mit der Freude nach einem Gewinn des Lottojackpots vergleichen, jedoch passiert mit unseren Gefühlen nach so einer überstandenen Stress-Phase ähnliches. Was genau erklärt der Psychologe Prof. Dr. Falkei in diesem Video:

 

Du denkst, Freudentränen sind übertrieben? Wohl kaum: Denn nach so einer großen Aufregung produziert der Hypothalamus eine ganze Menge des Hormons Acetylcholin, um den Körper schnell wieder herunterzufahren. Und große Ladungen dieses Hormons regen im Körper die Tränenproduktion an.

Nach einer sehr anstrengenden Prüfungsphase und anschließender Riesenerleichterung dürfen also schon mal ein paar Tränchen kullern.

Dir geht´s ähnlich?

Du kannst dich mit den oben beschriebenen Gefühlen identifizieren und quälst dich auch jedes Semester aufs Neue durch die Prüfungsphase?

Dann schreib uns einen Kommentar und lass uns zusammen auf die neu gewonnene Freiheit anstoßen! 🙂

Am Ende sollten wir uns eines vor Augen halten: Es gibt abertausende, die gerne an unserer Stelle stehen würden, aber leider anderweitig verhindert sind!

In diesem Sinne wünschen wir euch schöne Semesterferien!

Kathi und Sarah

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Sarah Estor Verfasst von:

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