Minimalismus? Ich bin doch nicht Peter Lustig.

„Trailerpark statt WG-Zimmer? Klingt ätzend, für manche Erstis ist das aber bittere Realität.“ Kann man natürlich so sehen, wie die Reporter von Puls: Bitter, ätzend, eng – das Leben auf engstem Raum. Viele Studis wissen ja echt nicht mehr, wohin mit sich und ihren Sachen. Die Wohnungsnot nimmt teils absurde Züge an.

Ja, kann man alles negativ sehen, muss man aber nicht. Minimalismus ist auch Lifestyle, nicht nur für Freaks, such mal auf Instagram nach #tinyhouse.

Nein, hier geht’s nicht um Verzicht. Wir reden nicht von den traurigen Wohnklos von Hongkong und auch nicht von Peter Lustigs Bauwagen, Oder vielleicht doch, ein bisschen zumindest. Nicht umsonst der Hashtag #tinyhouse auf Insta, die zahllosen Life Hack Videos auf Facebook, die vielen, fantastischen Blogs und Videos von Menschen, die mit möglichst wenig Geld und Gepäck um die Welt reisen oder sich sogar für ein Leben als Digitale Nomaden entschieden haben.

  • The Ondine tiny house on wheels by tinyhousebaluchon! Simple woodhellip
  • More pics of this homey tiny UP NOW on ourhellip
  • Whos up for an adventure?!    Via dotzsohhellip
  • The Ondine tiny house on wheels by tinyhousebaluchon! Simple woodhellip

Minimalismus – Hype für Hipster?

Aber ist Minimalismus nun bloß ein Hipster Hype oder doch ein richtig breiter Trend – oder gab’s das nicht schon immer? Ist der Hang zur Reduktion aus der Not geboren, weil wir uns das coole Penthouse oder die Shoppingtrips nach New York eh nie leisten werden können? Oder aus der Erkenntnis heraus, dass uns der der ganze Krempel auf Dauer eh nicht glücklicher macht?

„Wer ein selbstbewusstes Leben führen möchte, der kommt gar nicht umhin, diese Komplexität zu reduzieren. Und eine dieser Reduktionsformen ist auf jeden Fall die minimalistische Lebensweise.“

Bernd Vorhof, Soziologe

 

Zurück zu den Erstis. Nicht nur in Berlin laufen jetzt Tiny Houses Wohnprojekte, die minimalistischen aber komfortablen Wohnraum bieten sollen. Auch in München wohnen Studis schon seit Jahren in winzigen Wohnwürfeln. Amelie, 22, lebt in so einem Cube, und sie liebt es.

Du liebst es, oder du hasst es. Auch bei uns im 1-2-SCIENCE Team gibt’s die einen, die es total super finden, in einem alten Bully um die Welt zu tuckern. Und andere, die sagen, dass sie Platzangst kriegen in so einem Teil. Und wohnen in einem Tiny House? „Ich bin doch nicht Peter Lustig“. Ja, wie gesagt: Kann man so sehen – oder auch SO (das hat allerdings nicht mehr viel mit Peter Lustig zu tun ;-), klickt einfach mal rein).

Im Sommer waren wir bei „Wohlwagen“, einem Hersteller von Luxus-Tinyhouses. Wir  kamen aus dem Staunen nicht raus. Videos und Interview dazu gibt’s demnächst hier. Mal gespannt, wie ihr das findet. Ist das überhaupt was für euch, das Leben und Reisen auf engstem Raum? Kommentiert gerne hier oder auf Facebook.

 

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Victoria Mann Verfasst von: