Minimalismus als Lebensstil

Wir brauchen immer mehr: Mehr Klamotten, mehr Autos, größere Wohnungen, mehr Technikkram… Das Sprichwort „Weniger ist mehr“ nehmen die meisten Menschen in unserer heutigen Konsumgesellschaft nicht mehr so ernst. Doch es wächst eine Bewegung heran, mit Menschen, die sich gegen diesen übertriebenen Kaufwahn stellen: Der Minimalismus.

Was ist Minimalismus?

Minimalisten trennen sich von allen Dingen, die sie nicht für sinnvoll halten. Welche Dinge das genau sind und welche Bereiche ihres Lebens es betrifft, das entscheidet dabei jeder für sich selbst. Die einen gestalten ihre Garderobe minimalistisch, trennen sich von unnötigen Kleidungsstücken und kaufen sich nur neue, wenn es wirklich brennt. Andere gestalten ihre ganze Wohnung nach den Prinzipien des Verzichts, besitzen nur wesentliche Einrichtungsstücke und entsorgen Krempel, der Schubladen und Schränke füllt. Und wieder andere fangen mit dem Minimalismus schon bei der eigentlichen Wohnung an und leben zum Beispiel nur auf 17 qm.

Was hat man vom Minimalismus?

Minimalismus hört sich ja erstmal irgendwie ziemlich unangenehm an. Man verzichtet freiwillig auf Dinge, die man sich zuvor gerne gekauft hat. Was soll das bringen?

Mal abgesehen davon, dass sich Minimalisten so einiges an Geld sparen, fällt beim Lesen von Minimalismus-Blogs und Foren besonderes eines auf: Sie fühlen sich freier und ihr Leben wird stressfreier. Wenn man nicht mehr viel besitzt, muss man sich zum Beispiel viel seltener darüber ärgern, dass etwas kaputt geht. Und auch in der Arbeit sinkt der Druck, denn wer nicht viel Geld ausgibt, ist nicht so abhängig vom Gehalt.

Der Philosoph Jürgen Manemann ist der Meinung:

„Die Reduzierung auf das Nötigste hilft einem, herauszufinden, was ein gutes Leben bedeuten kann. So kann durch äußere Leere innere Fülle entstehen.“

Durch die Vermeidung von Konsum kann man sich also selbst besser kennenlernen. Aber dieser Lebensstil hat noch einen Vorteil: Er fördert die sozialen Beziehungen. Denn wer nicht alles selbst besitzt, der muss sich wohl oder übel manchmal etwas ausleihen. Das funktioniert in einer Sharing Economy am besten über Tausch- und Teil-Plattformen. Und dabei lernt man auch ganz einfach nebenbei noch Gleichgesinnte kennen.

Mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben

Wer das Überflüssige entfernt hat und sich auf das Wesentliche konzentriert, hat den Raum, die Zeit und vor allem auch die Energie, sein Leben aktiv zu gestalten. Dank dem Entrümpeln hat man jetzt Platz für einen Hobbyraum, das Geld für eine lange Reise, die Energie, um Sport zu machen – alles das, was für einen selbst am wichtigsten ist.

Aber jetzt bist du dran: Was denkst du darüber? Oder hast du vielleicht schon erste Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt? Dann lass es uns wissen! – Na gut, wir müssen jetzt nicht sofort alles entrümpeln und wegwerfen, aber wir können uns die Sache ja mal durch den Kopf gehen lassen, denn…

„Wenn du etwas loslässt, bist du etwas glücklicher. Wenn du viel loslässt, bist du viel glücklicher. Wenn du ganz loslässt, bist du frei.“ – Ajahn Chah, buddhistischer Mönch

Das Thema Minimalismus wird uns in der nächster Zeit noch weiter begleiten. Im kommenden Wintersemester ist es eines unserer neuen Themenbereiche, worüber wir auch ein interaktives Video drehen werden. Also bleib dran und sei gespannt…

Sarah & Kathi 🙂

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Katharina Paulus Verfasst von:

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