7 Tipps für deine Bewerbung

Du hast deinen Traumjob gefunden! Also, genauer gesagt: Die Stellenanzeige dazu. Und du hoffst, dass es dieser Job werden könnte. 7 Tipps für deine optimale Bewerbung!

Du sollst ein Schwein sein

Und zwar ein Trüffelschwein: Erstmal alles durchwühlen und Infos einsammeln: über die Firma, die Branche, deine zukünftigen Chefs und Kollegen. Vieles findest du über Google und die beruflichen Netzwerke, z.B. Xing oder LinkedIn. Und natürlich auf der Firmenhomepage. Was sagen Bewertungsportale wie glassdoor: Stimmt die Firmenpräsentation mit der Realität überein – oder lügt sich da jemand in die Tasche? wenn ja, kann das sehr lustig sein – oder auch ein Alarmsignal.

 

Finde heraus, in welchen Punkten diese Firma und Position zu dir passt – und umgekehrt. Diesen Abgleich wirst du brauchen fürs Anschreiben, für den Lebenslauf und das Vorstellungsgespräch.

Nutze auch Quellen aus deinem eigenen Netzwerk. Kennst du vielleicht jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt…? Was können dir andere Leute über diese Firma erzählen oder sogar für Tipps geben? Vielleicht findest du auf diesem Weg ja auch gleich eine Referenz.

Vielleicht merkst du aber auch, dass du über- oder unterqualifiziert bist. Dann lass die Finger davon und verabschiede dich an dieser Stelle.

Könnt ihr euch verlieben?

Wenn du immer noch glaubst, dass es was werden könnte mit dir und diesem Job, dann filtere alle Punkte heraus, in denen du mit dem Job, der Branche, deinen zukünftigen Chefs und Kollegen zusammenpasst. Warum bist du genau richtig für diesen Job („Warum sollen wir genau Sie einstellen“)? Schreib dir deine persönlichen, privaten und beruflichen Stärken, Fähigkeiten und Erfahrungen heraus, die für genau diesen Job wichtig sind – eure Matches. Wie auf einer Datingplattform. Die Matches besagen, ob du und der Job euch ineinander verlieben könnt.

Schreib also deine Matches auf. Und zwar nicht nur als Schlagworte sondern auch mit Beispielen aus deinem privaten und beruflichen Leben.

Du wirst all das nicht nur für die Bewerbung brauchen sondern auch für das Vorstellungsgespräch. Glaubst du nicht? Dann probier’s gleich mal aus mit unserem FieseFragenTrainer.

Best Buddy

Goldwert ist eine Referenz in deinem Anschreiben. Eine Person, auf die du dich beziehen kannst, ist ein toller Türöffner – schon für den berühmten ersten Satz im Anschreiben: „Ihr früherer Chef Jonas Meier von der Agentur Wichtig&Co hat mir empfohlen, mich bei Ihnen zu bewerben.

Mit Herrn Meier habe ich in letzter Zeit einige Projekte realisiert, und wir bereiten gerade auch etwas neues vor.“ Solche Referenzen kannst du nicht aus dem Ärmel schütteln, sie sind das Ergebnis von gutem und beständigem Networking. Lies hier mehr zum Thema Referenzen, es lohnt sich!

Aber gib nur Referenzen an, bei denen du ganz sicher bist, dass sie dich auch wirklich empfehlen würden. Und nutze diesen Joker auch nur für Jobs, von denen du ganz sicher bist, dass du qualifiziert bist, die Erwartungen erfüllen kannst und deine Referenz auch nicht diskreditierst. Es wäre schade, wenn du eine so hilfreiche Verbindung missbrauchst und verbrennst.

Dein Lebenslauf

Dein Lebenslauf muss klar und einfach sein und mit einem guten Foto. Du wirst eine Menge guter Beispiele im Netz finden, und dass das Design gut sein muss, sollte klar sein.

Wenn du allerdings richtig punkten willst, brauchst du für jede Bewerbung eine eigene Vita, optimal abgestimmt auf die gewünschte Position. Entferne erstmal alles aus deinem Standardlebenslauf, was für diesen Job nicht relevant ist. Schau nach, was du in der Recherche an Matches gefunden hast und baue diese prominent in den Lebenslauf ein. Als Erfahrung, Qualifikation, Lebensstation.

Denk immer an deinen Kunden: den oder die Personaler/in, und versetz dich wirklich in deren Lage. Dieser arme Mensch muss den ganzen Tag solche Lebensläufe lesen.

Wie kannst du dieser bedauernswerten Person die Arbeit möglichst einfach machen und am besten so, dass sie/er dann auch anbeisst?

Das Anschreiben

Der erste Satz? Kein Problem, kann ein Standardsatz sein, findet die Recruiterin Prof. Susanne Nonnast von der OTH Regensburg. Sie rät: Verwende deine Hauptenergie lieber auf den Mittelteil deines Anschreibens. Hier hast du die Chance, zu überzeugen und dich zu verkaufen. Machs kurz, prägnant und irgendwie „besonders“. Nicht mehr als eine Seite, insgesamt.

Achja, und auch wenn der erste Satz gar nicht sooo wichtig ist: Vermeide „Mit Interesse habe ich…“. Der geht halt gar nicht. Am besten lass dein Anschreiben von jemandem gegenlesen, dem du vertraust. Und vermeide unbedingt peinliche Rechtschreipfeler.

„Kreative Bewerbungen“

Eine Bewerbung im Pizzakarton? Super, findet Katrin Strathus, Personalerin bei der Werbeagentur Heye. Vor allem, wenn der Inhalt auch stimmt. Und damit ist nicht die Pizza gemeint sondern die Info über den Bewerber. Ein Problem bei sogenannten „kreativen Bewerbungen“ gibt’s nämlich dann, wenn man vor lauter Verpackung den Inhalt nicht findet. Oder das Suchspiel zu kompliziert wird.

Und natürlich ist auch die Fallhöhe größer, je kreativer das ganze verpackt ist. Da heisst’s dann schnell: Große Klappe, nix dahinter.

Nachhaken?

Deine Bewerbung endet nicht mit dem Einwurf in den Briefkasten oder dem Upload auf den Server. Du musst die Sache im Auge behalten. Wenn du nichts hörst, ist das erstmal kein gutes oder schlechtes Zeichen und hat vermutlich auch nichts mit dir persönlich zu tun (so wichtig bist du nicht).

Wie ein guter Verkäufer sollst du dann aber auch irgendwann nachhaken. Das zeigt, dass du interessiert bist und beharrlich an einer Sache dranbleibst.

Die Kunst ist allerdings, es zum richtigen Zeitpunkt zu tun, authentisch und charmant zu bleiben, es nicht aufdringlich wirken zu lassen, auch nicht zu nerven oder einen verzweifelten Eindruck zu machen. „Ich wollte nur mal nachfragen“ – diese Floskel kannst du dir sparen, da gibt’s bessere Lösungen.

Und ab wann kannst du nun anrufen oder nachmailen? Faustregel: Je größer die Firma, desto später. Nach zwei Wochen könnte man aber schonmal nachgehakt haben, damit haben viele Personaler auch kein Problem.

Neueste Beiträge

Neueste Kommentare

Archive

Kategorien

Meta

Ken Fasnacht Verfasst von: